Meine Top-Unterkünfte


Alle Unterkünfte in der Übersicht

20. - 23. August: Casa do Cabeço, Porto da Cruz - authentisch und ruhig.
23. - 26. August: Dazkarizeh73, Ribeira Brava - exotisch und verträumt.
26. - 29. August: Maktub Guesthouse, Jardim do Mar - alternativ und hip.
29. - 30. August: Adventurous-Zelte, Achada da Cruz - naturnah und einfach.
30. August - 2. September: Hotel Albatroz, Santa Cruz - klassisch und edel.


20. - 23. August: Casa do Cabeço

Steckbrief | Die Unterkunft | Anfahrt und Umgebung

Über diesen Link gelangt man direkt zum Casa do Cabeço auf airbnb.
Als erste Unterkunft unserer Reise erschien uns dieses Haus ideal gelegen. Porto da Cruz liegt in der Nähe des Flughafens und ist ausserdem umgeben von Naturparks, wunderschönen Küsten und Aussichtspunkten. Für uns das perfekte Starter-Paket für diese zweiwöchige Reise.

Steckbrief

  • Art der Unterkunft: Haus, ganze Unterkunft
  • Besondere Ausstattung: Waschmaschine, grosse Terrasse mit Aussicht
  • Region: Santana, Norden
  • In der Nähe: Ribeiro Frio, Levada dos Funduras, Miradouro do Guindaste
  • Öffentliche Verkehrsmittel: schwierig, Auto von Vorteil

Die Unterkunft

Eine ultimative Besonderheit für uns war es, dass wir uns vorgenommen hatten auch tatsächlich selber zu kochen, da wir nicht jeden Abend auswärts essen wollten, und hier hatten wir eine ganze Küche für uns ganz alleine. Tatsächlich haben wir sie genau zwei Mal benutzt und ich sage es mal so: es hätte besser laufen können. Ich schreibe einen kleinen
Abschnitt übers Kochen in meinem Post Essen und Trinken.

Gut ausgestattete Küche, auf die wir uns aber schlecht vorbereitet hatten ;) Hier bei der Zubereitung unseres ersten, verhängnisvollen Abendessens: Lachs und Gemüse.



Super gemütliches Wohnzimmer mit Ofen und Zugang zur Terrasse.

Aussicht ab der Terrasse. Das Klima auf der Nordseite ist oft eher bewölkt und deshalb während unseres Aufenthalts oft etwas düster. Trotzdem hat uns die Aussicht immer wieder gepackt und fasziniert.

Anfahrt und Umgebung

Wir mussten eine Weile suchen, bis wir die richtige Adresse hatten. Man fährt ein ziemliches Stück von der Küste her in die Hügel hinauf, bis man die Ortschaft erreicht. Die Häuser da haben nicht alle eine Hausnummer und sind deshalb nicht ganz so super einfach zu finden. Wir haben uns schlussendlich mit einer Bildbeschreibung und einem Telefonat zwischen Taxifahrer und Besitzerin zurechtfinden können.

Auf der Strecke vom Flughafen zum Haus gibt es auch einige Einkaufszentren. In meinem Post über Restaurants und Essen schreibe ich einen kleinen Exkurs über unsere Erfahrungen mit Supermärkten.

Die Ankunft war dann auch eine wenier grosse Herausforderung als gedacht. Diese Unterkunft war bestimmt eine der authentischsten Erfahrungen, die wir auf der Insel so machen durften. Da die Besitzerin nicht selber die Schlüssel übergeben konnte, wurden wir durch ihre Mutter und ihre Tochter herzlich empfangen. Sie beide sprachen nur Portugiesisch und deshalb wurde uns auch alles auf Portugiesisch erklärt. Joya konnte sich zum Glück noch mit ihrem Spanisch helfen, ich habe einfach nur meistens genickt. Trotzdem haben wir uns irgendwie verstanden weil das Meiste irgendwie selbsterklärend war.

Blick Richtung Küste. In direkter Nachbarschaft gibt es sehr wenige Häuser im gleichen Stil, welche zum Teil auch über bewirtschaftete Felder und grosse Gärten verfügen. Jeden Tag wird hier im Feld gearbeitet und man findet auch einige Tiere, die - im Gegensatz zu anderen Teilen der Insel -  frei leben dürfen.

Bergsicht ab Eingangstür: Über uns beginnen bereits die Wälder der grossen Naturparks Ribeiro Frio und des Funduras-Gebirges welche zum Schutzgebietssystem der EU gehören. Unten im Bild eine Nachbarin bei der Mais-Ernte.


In direkter Nähe findet man eine grosse Anzahl an Wanderungen und Aussichtspunkten. Wir haben uns für die Wanderung zum Aussichtspunkt Balcões im Ribeiro Frio-Naturpark, die Küstenwanderung zur Ponta de São Jorge und einen Zwischenstopp beim Miradouro do Guindaste in Faial entschieden. Natürlich gibt es noch eine ganze Menge weiterer längerer und kürzerer Wanderwege, die wir dann aber wegen meines desaströsen Zustands und der fehlenden Zeit ausfallen lassen mussten.


23. - 26. August: Dazkarizeh73

Steckbrief | Die Unterkunft | Anfahrt und Umgebung

Unsere zweite Unterkunft war eine komplett andere Welt aber auch ein schöner und willkommener Tapetenwechsel. Durch die Lage an der Südküste der Insel herrscht hier ein deutlich milderes und sonnigeres Klima. Auch hier hatten wir wieder über airbnb gebucht, die Unterkunft ist aber auch über viele andere Anbieter buchbar. Die offizielle Webseite des GuestHouse Dazkarizeh73 ist hier zu finden.


Steckbrief

  • Art der Unterkunft: GuestHouse - Zimmer oder Bungalow in einer kleinen Anlage
  • Besondere Ausstattung: Pool und Whirlpool, Spabereich mit Massage, Reception, Frühstück, Gemeinschaftsküche
  • Region: Ribeira Brava, Süden
  • In der Nähe: Miradouro Cabo Girão, Fajã dos Padres, Funchal, Pico do Arieiro, Praia Formosa, Valley of the Nuns
  • Öffentliche Verkehrsmittel: schwierig, Auto von Vorteil

Die Unterkunft

Unsere zweite Unterkunft dieser Reise war eine völlig neue Welt. Auch diese hatten wir vorgängig über airbnb gebucht und hatten uns auf ein einfaches Guesthouse mit einem kleinen Gemeinschaftspool eingestellt. Auf der Seite von Dazkarizeh73 auf airbnb sah die Unterkunft eher unscheinbar aus und wir fragten uns, ob das dann auch alles wirklich so ist. Wir beide waren völlig sprachlos als wir unser zwar auch sehr kleines aber total luxuriöses Zimmer über eine super gemütliche Terrasse mit Meerblick betraten. Das Zimmer selber ist recht klein aber verfügt über alles, was man braucht. Ein grosses Bett mit viel Platz und Steckdosen auf beiden Seiten und einen Kühlschrank. Für uns war es einfach perfekt. Eine kleine Treppe führte zum Badezimmer mit Tageslicht. Die Dusche hatte sogar eine Art Fensterfront mit Milchglas und Sicht in den (privaten) Garten. Es hat mich alles in allem sehr an Bali erinnert und ich hätte sofort ein paar Nächte dazugebucht, wenn es möglich gewesen wäre.

Unser Zimmer: Kleines Schlafzimmer und modernes und helles Badezimmer. Alles ist im Bali-Stil und mit allen möglichen verschiedenen asiatischen Einflüssen eingerichtet.
Quelle: https://www.dazkarizeh73.com/rooms-and-prices

Blick auf die Terrasse und tolle Weitsicht aufs Meer direkt aus dem Bett
Quelle: https://www.dazkarizeh73.com/rooms-and-prices

Zum Umfang des Zimmers gehörte auch eine Minibar, welche noch am gleichen Tag um zwei Snickers erleichtert wurde, ein TV und eine Klimaanlage. Die war auch dringend nötig. In der ersten Nacht hatten wir darauf verzichtet und das war ein Fehler. Nicht nur der Hitze wegen, sondern auch weil wir zusätzlich gefühlte hundert Mücken in unserem Zimmer hatten, die uns in Kombination mit der Hitze nicht schlafen liessen. Aber dazu mehr im Beitrag zur Wanderung Vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo.

Die Bungalows und Zimmer befinden sich eher im oberen Bereich der ganzen Anlage und haben dadurch eine wunderschöne Sicht auf den Atlantik und den Infinity-Pool. Der Pool ist eine Art Gemeinschaftszone für alle, war aber während unserem Aufenthalt nie voll. Wir teilten uns den Pool meist mit nur wenigen anderen Gästen (fast alles Paare). Es gab daher immer ausreichend Liegeflächen und Sonnenschirme. In der ganzen Poolzone kann man sich ausserdem wunderbar die Zeit vertreiben. Wer gerne fotografiert findet hier genügend Motive, um sich einige Stunden zu beschäftigen. Es gibt auch eine kleine Lagune mit Meerblick und überall zahlreiche Holzschnitzereien und Verzierungen, Pflanzen und Blimen. Tagsüber kann auch der Whirlpool genutzt werden. Auch hier geniesst man entweder Meerblick oder Sicht in die Lagune. 

Blick über den Intinity-Pool mit exotischem Flair und zum Spabereich. Die Zimmer befinden sich eine Etage über der Poolzone (hier auf der linken Seite). Rechts führt die Treppe hinunter zur Rezeption und Eingangszone.
Quelle: https://www.dazkarizeh73.com/galerie-c11vv

Der Eingangsbereich unserer Nachbaren von der Treppe zu unserem Bungalow aus gesehen. Jedes Bungalow ist anders gestaltet, alle im gleichen Stil aber dennoch mit anderen Akzenten. Immer viel Grün, immer geschmackvoll.

Im Eingangsbereich der Anlage befindet sich nach einer liebevoll und mit vielen Details dekorierten Sitzecke die Rezeption und der Esssaal. Zur Begrüssung und während wir kurz warteten gab es ausserdem ein Getränk. Entspannende Musik lief im Hintergrund. Ich war absolut positiv überrascht  und maximal entspannt. Es war eine ideale Ankunft und alles lief ganz unkompliziert. Sogar unser ganzes Gepäck mussten wir nicht selber in unser Zimmer tragen. 
Natürlich war es uns wichtig gleich nach dem Checkin (es war ja noch relativ früh am Nachmittag und wir hatten keine besonderen Pläne mehr) die ganze Anlage genauer auszukundschaften. Der Hauptteil der Anlage, also Empfang, Pools und Zimmer befinden sich alle an einem Haufen. Es gibt aber auf der anderen Strassenseite noch einen weiteren Teil mit einem grossen, unglaublich schönen Garten, einer Gemeinschaftsküche und sogar einem Fitnessbereich. Der Garten hat es mir besonders angetan. Man findet hier alle Arten von Pflanzen und Blumen in allen Formen, Farben und Grössen. Besonders Sukkulenten findet man viele. Ich war jeden Tag einmal in diesem Garten und hab mich von der Vielfalt und Schönheit der Pflanzen faszinieren lassen.

Sitzbereich vor dem Essaal. Hier gibt es viel Platz und Ruhe um einen Tee oder einen Saft zu trinken und im Schatten ein Buch zu lesen

Treppe zur Gemeinschaftsküche. Es gibt hier aber noch ganz viele kleinere Wege, die links und rechts durch den ganzen Garten führen. Auch wachsen hier alle möglichen Früchte, die wohl geerntet und angeboten werden.

Nur ein kleiner Ausschnitt aber wohl die beiden Pflanzen, die mich unter Anderem am meisten fasziniert haben. Die Sukkulente rechts hat einen Durchmesser von gut einem Meter. Es ist ein kleines Dschungelabenteuer und bietet viel Raum für alle Arten von kleineren Tierarten. Wer aufmerksam beobachtet, findet auch wunderschöne farbige Käfer.


Anfahrt und Umgebung

Die nähere Umgebung haben wir hier nicht genauer angeschaut, da der Plan und gleichzeitig eines unserer Highlights war, von hier aus für eine Wanderung ins zentrale Hochland zu fahren. Das bietet sich von hier aus auch relativ gut an. Noch besser wäre die Region näher bei Funchal oder im Norden, in der Region von Santana. Wer ein Auto hat, findet da auch genügend Parkmöglichkeiten. Für uns kam das aber nicht in Frage. Nicht nur, weil wir kein Auto hatten, sondern weil wir von hier aus in den Norden wandern wollten. Also eine Etappenwanderung, keine Rundwanderung. Für die Anreise in die Berge benötigten wir von uns aus eine knappe Dreiviertelstunde. 

Wer sich lieber einen gemütlichen Tag am Strand gönnen will, ist hier sicher goldrichtig. Die Südküste der Insel bietet zahlreiche Badeplätze und Aussichtspunkte, wovon die Plattform Cabo Girão eine der bekanntesten ist. Wir haben keine davon besucht, aber von vielen - unter Anderem auch Einheimischen - die dringende Empfehlung erhalten, diese zu besuchen.

Ansonsten lohnt sich von hier aus auch ein Ausflug in die Hauptstadt Funchal. Die Anfahrt dauert nur ungefähr zwanzig Minuten und ist auch mit Bus möglich. Die Hauptstadt sollte man sich auf jeden Fall anschauen. Mehr über Funchal kann man im Beitrag über die Hauptstadt im Fokus lesen, wo ich noch einige geschichtliche und kulturelle Hintergrundinformationen beschreibe.